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| Neotonie und Metamorphose |
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Hallo,
hier nun eine kleine Anhandlung über die Neotonie.
Daraus geht auch hervor, das es auch noch andere Molcharten gibt, die eine Neotonie aufweisen. Allerdings ist die neotonie bei den Ambystoma Querzahnmolchen (Wozu ja unser Lotl gehört
am ausgeprägtesten.
Neotonie und Metamorphose bei Molchen und Salamanderarten
Die Herpetologen unterscheiden erst einmal zwei Formen der Neotonie:
1. Die Fakulative Neotonie: sie stellt eine Fortpflanzung nicht metamorphosierter Schwanzlurche ohne genetische Manifestierung dar. (jederzeit kann bei veränderten äußeren Bedingungen eine Metamorphose erfolgen).
2. Die Obligatorische Neotonie: Sie ist in Ansätzen genetisch fixiert und eine Metamorphose kann nicht durch äußere Bedingungen eingeleitet werden.
Außerdem unterscheidet man noch die partielle und totale Neotonie.
Wenn keine Schritte einer Metamorphose zu beobachten sind, handelt es sich um eine totale Neotonie, bilden sich die Kiemen auch nur ansatzweise zurück oder andere Anzeichen für eine teilweise Metamorphose, so spricht man von patieller Neotonie.
An unterschiedlichen Merkmalen kann eine Neotonie festgestellt werden: die Oberfläche der Larvenschädel ist radial skulpturiert, das Kiemenbogenskelett ist verknöchert. Während der Metamorphose löst sich bei Schwanzlurchen der noch vorhandene Gaumenknochen des Schädels vom Flügelbein ab und wird aufgelöst, oder verbindet sich mit anderen Knochen.
Durch diese Besonderheiten ermöglicht es innerhalb einer Amphibienfamilie neotenische und terrestrische Arten zu unterscheiden.
Es gibt aber auch Terrestrisch lebende und neotenische Arten innerhalb einer Salamanderfamilie. Z. B. bei den lungenlosen Salamandern.
Die neotonen Gelbsalamander, Brunnenmolche, Blindsalamander und Tenesee-Höhlensalamander besitzen als neotone Formen die Septomaxilarknochen (schmale paarige Knochen, die mit der Nasenkapsel in Verbindung stehen und für primitive Tetrapoden typisch sind).
Zu den Arten mit obligatorischer Neotonie zählen:
Axolotl Ambystoma mexicanum, Andersons Querzahnmolch Ambystoma andersoni, Brackwasserquerzahnmolch Ambystoma taylori, Lermasee-Querzahnmolch Ambystoma lermase, Zumpangosee-Querzahnmolch Ambystoma lacustris, Chinesischer Riesensalmamander Andrias davidianus, Japanischer Riesensalamander Andrias japonicus, Armmolche, Aalmolche amphiuma, Furchenmolche Necturus, Grottenolm Proeus anguinus, San Markus Gelbsalamander Eurycea nana, Texas Hölensalamander Eurycea neotenes, Flachstirn-Gelbsalamander Eurycea tynerensis, Blindsalamander Haidetriton wallacei und der Brunnenmolch Thyphotriton spelaeus.
Eine Partielle Neotonie findet man bei den Riesensalamandern und Aalmolchen, deren Kiemen weitgehend resorbiert sind. Der kleine Armmolch besitzt nur noch ein Paar Kiemenäste.
Liebe Grüße Christina
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